Black Scorpion (TV Serie)


In der Serie geht es um die Polizistin Darcy Walker, die des Nachts als Black Scorpion verkleidet, im schicken Lederoutfit, in Angel City auf Verbrecherjagd geht. Ihr zur Seite steht der Mechaniker Argyle, der sowohl über ihre Identität informiert ist, als auch sämtliche Reparaturen, technische Spielereien etc. am Scorpionmobil, eine Art Batmobil, das sich Vipermäßig in ein normales Auto transformieren lässt, übernimmt.
S01E01 - Armed and Dangerous

Ohne großartig den Charakter des Black Scorpions einzuführen, was aufgrund der beiden vorausgehenden TV-Filme auch gar nicht nötig ist, geht der Film gleich in die Vollen. Das Prinzip nach dem die Serie funktioniert ist denkbar einfach. Schönes Mädel im Latexoutfit, eingebettet in eine Superheldenstory und jede Menge Action. Diese Rezeptur hat schon des Öfteren funktioniert und tut es auch hier. Die Inszenierung ist recht düster und orientiert sich daher mehr an dem ersten TV-Film und mit Firearm steht Black Scorpion in der ersten Folge gleich ein typischer Comicbösewicht gegenüber.
Die Figuren bleiben allerdings etwas blass, was bei der Anzahl der vielen Explosionen wenig stört. Michelle Lintel spielt etwas hölzern, hat dafür aber andere Vorzüge, die sie oft genug präsentieren kann, zudem hat sie Martial Arts technisch auch einiges auf dem Kasten. Herrlich überzogen spielt Michael Fairman als General Stryker, der als Vietnamveteran (incl. Flashbacks, die wohl aus einem anderen Cormanfilm stammen dürften) und fanatischem Waffennarr präsentiert wird. Serientypisch wurden auch zwei Trottelcops eingebaut, die des Öfteren mit platten Späßen für etwas Humor sorgen sollen.
Armed and Dangerous ist ein recht guter Start der Serie. Es rummst und kracht alle paar Minuten, während Michelle Lintel als Black Scorpion eine recht gute Figur macht.

S01E02 - Wave Goodbye

In der zweiten Episode wurde die Action deutlich nach unten geschraubt, während, die vor allem etwas platten Gags, zunehmen. Ansonsten ist alles beim alten: Ein neuer Superschurke taucht auf, sorgt für ein bisschen Trubel und bekommt schließlich von Black Scorpion eins auf die Mütze. Etwas schwächer als die erste Episode aber immer noch recht unterhaltsam.

S01E03 Blinded By The Light

Etwas mäßige Folge. Zum einen ist der Bösewicht eine ziemliche Pfeife. Die Wandlung vom Photographen zum Superschurken wirkt aufgesetzt, von den nicht vorhandenen Superkräften mal ganz absehen. Die Idee mit dem dt. Wissenschaftler und seiner Laserkanone ist ja durchaus ganz witzig, aber, dass das Ganze dann ins Leere läuft, da Cameron nach der OP zwar gelbe Augen, aber außer einer verwischten Sicht mit den beiden nicht weiter anfangen kann enttäuscht doch sehr. Zumindest Superman-ähnliche Laseraugen hätten da drin sein können, stattdessen läuft Flashpoint mit einer Strahlenkanone durch die Gegend. Erstaunlich ist auch, dass bereits in der dritten Folge Material aus der zweiten Folge recycelt wurde, in diesem Fall ein Autoverfolgungsjadgd. Prinzipiell hat Roger Corman ja Recht. Warum das gleiche noch mal neu drehen, wenn es im Archiv nur darauf wartet wieder verwendet zu werden. Positiv anzumerken ist, dass Michelle Lintel mehrmals ihre Martial Arts Fähigkeit zeigen darf z.B. gegen eine etwas obskure asiatische Straßengang.

S01E04 Home Sweet Homeless

Die vierte Folge der Black Scorpion Serie ist ein direkter Nachklapp zum zweiten Black Scorpion Film "Black Scorpion II: Aftershock". Sherrie Rose übernimmt dabei wieder die Rolle der Aftershock. Auch wer den Film nicht kennt, kann gut Folgen, denn in den ersten Minuten wird die Handlung noch mal nacherzählt. Ansonsten wurde auch weiterhin recht Kosten sparend inszeniert. Erdbeben heißt mit der Kamera wackeln, wobei sonstig etwas aufwendigere Szenen entweder aus dem Aftershock oder anderen Roger Corman Filmen stammen. Dennoch recht spaßige Episode. Die asiatische Gang auf Folge 3 bekommt mal wieder was auf die Mütze, während Aftershocks Erdbebenmaschine riesige Logiklöcher ins Drehbuch setzt. Hirn aus und durch.

S01E05 Love Burns

Kleines Highlight der Folge: Brent Huff spielt die Rolle des Burns/Inferno. Ansonsten wieder der übliche Ablauf, der dank der Beziehung zwischen Burns und Darcy ein klein wenig mehr Tiefgang erhält. Hier wird man wieder penetrant dazu aufgefordert sein Hirn auszuschalten. Zum einen rennt Burns ohne Atemschutz oder sonstigen Hilfsmittel in ein flammen stehendes Gebäude, was im echten Leben einem Selbstmord gleich käme oder so spaziert der böse Brandstifter ohne größere Probleme in eine hochgefährliche Energieanlage und das sind nur die wirklich groben Schnitzer. Auffällig ist ebenfalls, dass der Soundtrack etwas Metal-lastiger geworden ist. Während den Prügeleien ist die Musik von Megadeath zu hören.

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